Ausführlicher Ratgeber
Ratgeber & Hintergrund
Fußbodenheizung auslegen – DIN EN 1264 verständlich
Flächenheizungen arbeiten mit niedrigen Vorlauftemperaturen und gleichmäßiger Wärmeverteilung. Die Auslegung nach DIN EN 1264 berücksichtigt Heizlast, Bodenbelag, Systemtemperaturen und maximale Bodentemperatur.
Unser Rechner liefert eine Orientierung für Verlegeabstand und Heizkreise – keine vollständige Heizlastberechnung oder hydraulische Planung.
GEG-Update 2026: 65-%-Pflicht in Großstädten
Ab 30.06.2026 gilt in Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnern beim Austausch der Heizung die Pflicht zu mindestens 65 % erneuerbarer Wärme (Gebäudeenergiegesetz). In kleineren Gemeinden folgt die Regel ab 30.06.2028.
Fußbodenheizungen sind ideal für Wärmepumpen, weil sie mit 30–35 °C Vorlauf effizient arbeiten. Der COP der Wärmepumpe steigt mit sinkender Vorlauftemperatur deutlich.
Verlegeabstand und Rohrmenge
Typische Abstände: 20 cm (niedrige Last), 15 cm (Standard), 12,5–10 cm (hohe Last). Pro m² Fläche: 20 cm ≈ 4,6 m Rohr, 15 cm ≈ 5,8 m, 10 cm ≈ 8,8 m.
Pro Heizkreis sollten etwa 100 m Rohr (ohne Anbindung) nicht überschritten werden – sonst mehrere Kreise mit möglichst gleicher Länge.
Oberflächentemperatur und Behaglichkeit
EN 1264 begrenzt die Bodentemperatur zum Schutz von Fußbodenbelägen und Komfort: 29 °C in Aufenthaltsräumen, 33 °C im Bad, 35 °C in Randzonen.
Gleichmäßige Flächentemperatur fühlt sich wärmer an als Heizkörper bei gleicher Raumluft – Fußbodenheizung erlaigt oft 1–2 °C niedrigere Raumtemperatur bei gleichem Komfort.
Wärmepumpe + Fußbodenheizung 2026
KfW fördert den Heizungstausch weiterhin stark – Wärmepumpen machen 2026 den Großteil der Zusagen aus. Niedrige Vorlauftemperatur ist der Schlüssel zur Effizienz.
Bestandsgebäude: Vorlauf 35–40 °C oft noch machbar. Neubau: 30–35 °C. Zu hohe Vorlauf-Temperaturen deuten auf fehlende Dämmung oder zu großen Verlegeabstand hin.