Ausführlicher Ratgeber
Ratgeber & Hintergrund
Heizkosten verstehen und berechnen
Heizkosten setzen sich aus Verbrauch (Arbeitspreis × kWh) und festem Grundpreis zusammen. Der Verbrauch hängt von Wohnfläche, Dämmung, Heizverhalten, Außentemperatur und Heizungsart ab.
Unser Rechner berechnet: Monatskosten = (Verbrauch × Arbeitspreis) + Grundpreis. Für Jahreskosten multiplizieren Sie den Monatswert mit 12.
kWh-Verbrauch schätzen und ablesen
Ein durchschnittlicher Haushalt verbraucht je nach Wohnung und Region 80–200 kWh pro Monat für Raumwärme. Ihren exakten Wert finden Sie am Wärmezähler oder in der jährlichen Heizkostenabrechnung.
Faustregel: 100–150 kWh pro m² Wohnfläche und Jahr bei Gasheizung in einem unsanierten Altbau. Nach Sanierung kann der Verbrauch auf 50–80 kWh/m² sinken.
Gas, Fernwärme und Öl im Vergleich
Gasheizungen dominieren in Deutschland mit über 50 % Marktanteil. Arbeitspreise liegen 2026 typischerweise bei 8–12 Cent pro kWh (inkl. Netzentgelte und Steuern).
Fernwärme ist in Städten verbreitet – Preise variieren regional stark. Ölheizungen werden durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) zunehmend erschwert; ein Umstieg auf Wärmepumpe wird oft gefördert.
Heizkostenverordnung und Abrechnung
Die Heizkostenverordnung (HeizKV) regelt, wie Heiz- und Warmwasserkosten auf Mieter umgelegt werden. Mindestens 50–70 % müssen nach Verbrauch verteilt werden, der Rest nach Wohnfläche.
Der Vermieter muss die Abrechnung bis spätestens 31. Dezember des Folgejahres vorlegen. Prüfen Sie Verbrauchswerte und Verteilerschlüssel auf Plausibilität.
Heizkosten senken – praktische Tipps
Jedes Grad weniger Raumtemperatur spart ca. 6 % Heizenergie. Programmierbare Thermostate, undichte Fenster abdichten und regelmäßiges Entlüften der Heizkörper wirken sofort.
Ein Tarifvergleich beim Gas- oder Wärmeversorger kann ebenfalls Einsparungen bringen – der Grundpreis fällt unabhängig vom Verbrauch an und sollte mit einberechnet werden.
Wärmepumpe und Förderung 2026
Wärmepumpen gewinnen Marktanteile und werden über die KfW (Programm 458) mit bis zu 70 % der Investitionskosten gefördert – abhängig vom Effizienzstandard und Heizungstausch.
Der Stromverbrauch einer Wärmepumpe wird in kWh gemessen, der effektive Wärmeoutput ist höher (Jahresarbeitszahl 3–5). Rechnen Sie den Strompreis, nicht den Gaspreis, ein.